Auf unseren Feldern in Fröndenberg an der Ruhr wächst Getreide, das ohne chemische Pflanzenschutzmittel auskommt. Statt zu spritzen, fahren wir mit Striegel und Hacke über den Acker. Das ist mehr Arbeit, braucht mehr Zeit und manchmal auch gute Nerven. Warum wir das trotzdem machen, erzählen wir hier.
Warum wir umstellen
Als wir den Hof Dahlhoff übernommen haben, war für uns klar: Wir wollen so wirtschaften, dass Boden, Wasser und Tiere davon profitieren und nicht darunter leiden. Unsere Flächen liegen nah an der Ruhr, rundherum leben Insekten, Vögel und Wildtiere. Jeder Liter Spritzmittel, den wir nicht ausbringen, bleibt dieser Natur erspart.
Deshalb haben wir uns entschieden, unseren Betrieb auf ökologischen Landbau umzustellen. Nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt, so wie wir alles auf dem Hof angehen.
Was Umstellung genau bedeutet
Bio wird man nicht durch eine Entscheidung, sondern durch Zeit und Kontrolle. Bei Ackerflächen dauert die Umstellung nach EU-Recht zwei Jahre. In dieser Zeit wirtschaften wir bereits nach den ökologischen Regeln und werden von einer unabhängigen Kontrollstelle überprüft.
Wir sind aktuell im ersten Jahr dieser Umstellung. Deshalb ganz ehrlich: Getreide aus dieser Ernte ist kein Bio-Getreide und wird von uns auch nicht so verkauft. Was Sie bekommen, ist Getreide aus eigenem Anbau, ohne chemische Pflanzenschutzmittel, mechanisch gepflegt und von uns selbst gereinigt. Sobald wir Bio-Ware anbieten dürfen, sagen wir es Ihnen hier.
So arbeiten wir auf dem Feld

Der Striegel: Ein Gerät mit vielen feinen, federnden Zinken, das flach über den Boden gezogen wird. Er reißt junge Beikräuter heraus, solange sie noch klein sind, und lockert dabei die Bodenoberfläche. Das Getreide ist zu diesem Zeitpunkt schon fester verwurzelt und hält stand.
Die Hacke: Wo der Striegel nicht reicht, arbeiten wir mit der Hacke zwischen den Reihen. Sie schneidet Beikraut ab und lüftet den Boden, damit Wasser und Luft besser an die Wurzeln kommen.
Das richtige Timing: Mechanische Unkrautbekämpfung funktioniert nur, wenn Boden und Wetter mitspielen. Wir fahren raus, wenn es trocken genug ist, und manchmal mehrmals hintereinander. Das kostet Zeit, die wir gern investieren.
Nach der Ernte: Wir reinigen das Korn selbst, entspelzen Emmer und Dinkel und lagern alles trocken in unseren Scheunen, bis es frisch für Sie abgepackt wird.
Was das für Sie bedeutet
Sie wissen genau, woher Ihr Getreide kommt und wie es gewachsen ist. Kein Zwischenhandel, keine anonymen Lieferketten. Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an oder kommen Sie vorbei. Wir zeigen Ihnen gern die Felder.
Unser aktuelles Sortiment: Weizen, Triticale, Emmer und Dinkel, jeweils in Paketgrößen von 1 bis 25 kg.
Häufige Fragen
Ist Ihr Getreide Bio?
Noch nicht. Wir befinden uns im ersten Jahr der Umstellung auf ökologischen Landbau. Das Getreide wird ohne chemische Pflanzenschutzmittel angebaut, darf aber noch nicht als Bio verkauft werden.
Was ist der Unterschied zwischen Striegel und Hacke?
Der Striegel arbeitet flächig und entfernt sehr junge Beikräuter. Die Hacke arbeitet gezielt zwischen den Getreidereihen und kommt auch gegen größere Pflanzen an.
Kann ich das Getreide direkt am Hof abholen?
Ja, nach kurzer telefonischer Absprache unter 0176 34406654. Wir versenden auch deutschlandweit, ab 25 kg versandkostenfrei.
Wofür eignet sich Ihr Getreide?
Zum Selbermahlen und Backen, zum Keimen oder als Futter für Hühner und Kleintiere.
