


Dinkelkorn
Dinkel ist ein enger Verwandter des Weizens und bekannt für seinen mild-nussigen Geschmack. Ohne Chemie angebaut, mechanische Unkrautbekämpfung, aus eigenem Anbau in Fröndenberg, bereits gereinigt und entspelzt, vielseitig einsetzbar zum Backen, Mahlen oder Kochen.
Wissenswertes über Dinkel
Dinkel zählt botanisch, ebenso wie Weizen, zu den Süßgräsern und gehört gemeinsam mit Emmer und Einkorn zu den ältesten bekannten Getreidearten überhaupt. Er ist reich an den Vitaminen A, E, B1 und B2 sowie an wichtigen Mineralstoffen.
Im Anbau zeigt sich Dinkel bemerkenswert robust: Er ist weitgehend resistent gegen Pilzerkrankungen, verträgt strenge Winter gut und stellt nur geringe Ansprüche an Boden und Klima. In Deutschland gewinnt dieses Urgetreide seit einigen Jahren wieder deutlich an Bedeutung, auch bei uns in Fröndenberg bauen wir es mit Überzeugung an. Schon die heilige Hildegard von Bingen schätzte im Mittelalter sowohl den Geschmack als auch die gesundheitlichen Vorzüge des Dinkelkorns. Für Menschen mit einer Empfindlichkeit gegenüber modernem Weizeneiweiß kann Dinkel eine gut verträgliche Alternative sein.
Wie wird Dinkel verarbeitet?
Anders als beim Weizen sitzt das Dinkelkorn fest in seiner Spelzhülle und muss in einem eigenen Arbeitsschritt, dem sogenannten Entspelzen, davon befreit werden, bevor es weiterverarbeitet werden kann. Dabei fallen rund 30 Prozent Spelzanteil an, der sich unter anderem als natürlicher Dämmstoff oder als Füllmaterial für Kissen eignet. Erst nach diesem Schritt lässt sich das freigelegte Korn zu Mehl, Vollkornmehl, Schrot oder Flocken weiterverarbeiten.
Warum Dinkel eine besondere Geschichte hat
Um Missernten vorzubeugen, wurde Dinkel früher häufig schon halbreif als sogenannter Grünkern geerntet. Weil die Erträge im Vergleich zu modernem Weizen deutlich geringer ausfielen und die aufwendige Entspelzung zusätzliche Arbeit bedeutete, geriet der Anbau im Laufe des vergangenen Jahrhunderts zunehmend in den Hintergrund. Erst die gute Verträglichkeit und der feine, leicht nussige Geschmack haben Dinkel in den letzten Jahren zurück auf die Teller gebracht, gerade für Menschen mit Weizenunverträglichkeit ist er heute wieder eine beliebte Wahl für Aufläufe, Nudeln und vieles mehr.
Was sich aus unserem Dinkelkorn machen lässt
Aus Dinkelmehl lassen sich hervorragend eigenes Brot und Brötchen backen, aus Dinkel-Dunst klassische Spätzle. Mit einer eigenen Flockenquetsche werden aus den Körnern frische Dinkelflocken fürs Müsli, und mit einer Getreidemühle lässt sich daraus jederzeit frisches Dinkelvollkornmehl oder Dinkelschrot herstellen. Die ganzen Körner eignen sich außerdem hervorragend zum Keimen, etwa als Zutat für selbstgebackenes Brot oder für Frischkornbrei. Wird der Dinkel unreif geerntet und anschließend gedarrt, entsteht daraus der sogenannte Grünkern, der sich zwar nicht zum Backen eignet, dafür aber wunderbar für Bratlinge oder als Suppeneinlage verwenden lässt.
Herkunft: Fröndenberg
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